SMI: Erster Warntag ist für Sachsen wichtiger Test

Der Freistaat Sachsen hat sich heute am ersten bundesweiten Warntag beteiligt. Dazu wurden alle vorhandenen Warnmittel, wie beispielsweise Warn-Apps, Radio, Fernsehen oder auch Sirenen eingebunden, um die Bevölkerung zu erreichen.

Zur Auslösung des Probealarms über Sirene dienten um 11 Uhr die Signale »Signalprobe« oder »Warnung vor einer Gefahr«. Zur Entwarnung um 11:20 Uhr wurden die Signale »Signalprobe« oder »Entwarnung« eingesetzt. Entscheidend für die Wahl des Signals ist das jeweilige technische Warnsystem. In Sachsen gibt es derzeit rund 3.200 Sirenen.

Für den Freistaat ist der erste Warntag ein wichtiger Test der Systeme. Nach jetzigem Stand haben heute nicht alle Sirenen den Probealarm ausgelöst. Deshalb erfolgt in den kommenden Tagen eine entsprechende Auswertung des ersten Warntages mit dem Bund und der kommunalen Ebene.

Zur Verzögerung kam es heute bei der Warnung über das bundeseigene System »MoWaS« an das auch die Warn-Apps angeschlossen sind. Eine Erklärung liefert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf dem Kurznachrichtendienst Twitter:

Hintergrund:

Bund und Länder haben im Rahmen der Innenministerkonferenz 2019 gemeinsam beschlossen, ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September einen bundesweiten Warntag stattfinden zu lassen. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen. Wer rechtzeitig gewarnt wird und weiß, was zu tun ist, kann sich in einem Notfall besser selbst helfen.

Zur Warnung der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen alle verfügbaren Kommunikationskanäle: so etwa das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betriebene Modulare Warnsystem (MoWaS) und die Warn-App NINA, eine Vielzahl von Medien und Rundfunksendern bis hin zu Sirenen und Lautsprecherdurchsagen vor Ort.

Bjørn Max Wagener

Freier Journalist • BOS-Reporter • Gründer von Vogtland Blitzer

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