Mylau: Drogendepot ausgehoben – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Polizeibeamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) Zwickau stellten in der Nacht zum Freitag erhebliche Mengen unterschiedlicher Betäubungsmittel sicher – insgesamt über zwölf Kilogramm. Die GFG Zwickau besteht aus Beamten der Polizeidirektion Zwickau sowie der Bundespolizeiinspektion Klingenthal.

Am Donnerstagabend wurde durch die GFG-Beamten auf der Ernst-Thälmann-Straße in Mylau ein abgeparkten Audi festgestellt, an welchem gestohlene Kennzeichen angebracht waren. Daraufhin wurde das Fahrzeug observiert. Bereits nach kurzer Zeit fiel ein Mann auf, welcher sich dem Fahrzeug näherte. Eine durchgeführte Personenkontrolle ergab, dass es sich um einen 32-jährigen Deutschen handelte. Er war der Fahrer des nicht zugelassenen Audi und besaß keine gültige Fahrerlaubnis.
Ebenso stellte sich heraus, dass der 32-Jährige bereits mehrfach Beschuldigter in Strafverfahren war und unter anderem gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen hatte. Die Polizisten durchsuchten den Mann sowie das Fahrzeug und fanden dabei verschiedene Betäubungsmittel sowie mehrere tausend Euro Bargeld.

Die Ermittlungen führten zu einer in der Nähe wohnenden 49-jährigen Frau, welche in der Vergangenheit als Betäubungsmittelkonsumentin ebenfalls strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Anschließende Durchsuchungsmaßnahmen im Wohnhaus der Deutschen führten zu einem Betäubungsmitteldepot des 32-Jährigen. Insgesamt wurden über elf Kilogramm Marihuana, 3.500 Ecstasy-Tabletten und 220 Gramm Crystal sichergestellt. Sie besitzen einen Straßenverkaufswert von circa 140.000 Euro. Zudem wurden mehrere tausend Euro Bargeld beschlagnahmt. Ein Richter erließ am Freitag einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 32-Jährigen. Die Kriminalpolizei in Zwickau führt weitere Ermittlungen.

Bjørn Max Wagener

Freier Journalist • BOS-Reporter • Gründer von Vogtland Blitzer

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