Zwickau: ADAC bereit für Christoph 46

Nur noch bis Sonnenuntergang ist der Rettungshubschrauber am Luftrettungszentrum beim HBK Zwickau im rot-weißem Gewand. Ab morgen, dem 1. Januar, fliegt nicht mehr die DRF die Einsätze bei uns in der Region, sondern der ADAC – MSV berichtete – Für die kommenden acht Jahre wird dann ein gelb-schwarzer Heli auf den Funkrufnamen „Christoph 46“ hören.

Schon seit Anfang Dezember laufen die Vorbereitungen für den fliegenden Wechsel zum Jahresbeginn. Das neue Personal erhielt bereits Schulungen zu den medizinischen Geräten, Hygiene und Qualitätsmanagement. Ebenso gab es erste Sicherheits- und Arbeitsschutzunterweisungen.

Für die optimale notfallmedizinische Versorgung der Menschen in der Region steht eine sehr erfahrene und hochprofessionelle Crew zur Verfügung.

Das sind die Worte von Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH. Zu dieser Crew gehören 3 Piloten, welche mit dem Wechsel von Bautzen nach Zwickau kommen, 5 TC-HEMS (speziell für die Luftrettung ausgebildete Notfallsanitäter) und insgesamt 16 Notärzten, welche nach wie vor vom benachbarten Heinrich-Braun-Klinikum gestellt werden. Die Stationsleitung wird von Mario Hartmann, Pilot, übernommen. Leitender Notfallsanitäter wird Frank Peschel, Leitender Hubschraubernotarzt Dr. Frank Thümmler.

Am Einsatzgerät selbst wird sich bis auf die Farbe nicht viel ändern. Auch der ADAC setzt eine EC 135 ein, der Standard unter den Rettungshubschraubern im Tagdienst. Mit mehr als 1200 PS wird er dann mit über 220 km/h zu seinen Einsätzen fliegen. Im Titelbild des Artikels ist der künftige Hubschrauber neben seinem Vorgänger zu sehen. Nach Informationen unserer Redaktion flog derselbige bisher als Christoph 61 in Leipzig.

Wie der neue Betreiber mitteilt, sind umfangreiche Investitionen am Zwickauer Standort geplant. So soll es schon in den nächsten Monaten erhebliche Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen geben.

Der ADAC rechnet mit etwa 1300 Einsätzen pro Jahr. Disponiert werden diese weiterhin von der Integrierten Regionalleitstelle Zwickau. Der Einsatzradius beläuft sich nach betriebseigenen Angaben auf 70 Kilometer, das sind zehn mehr als die DRF angab. Gestartet wird auch weiterhin nur von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Symbolfoto (Foto: ADAC Luftrettung)

 

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der ADAC Luftrettung gGmbH.

Enrico Busch

angehender Notfallsanitäter | Hobbyjournalist

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