Zivilcourage: Ja, auch du musst helfen!

Aus aktuellem (Nicht-)Anlass möchten wir euch für das Thema Zivilcourage sensibilisieren. Leider passiert es tagtäglich auf deutschen Straßen, das jemand Opfer einer Gewalttat oder eines Verkehrsunfalles wird. Ein großes Problem ist dabei oft, das andere Mitmenschen einfach wegsehen – man will sich schließlich nirgends einmischen oder hat ja ganz dringend etwas vor. Doch genau das ist ein großer Fehler, der dem Täter oder den Tätern im Fall Gewalttat  den entscheidenden Vorteil verschaffen kann – nämlich Straffreiheit. Anderenorts kam es durch unterlassene Hilfeleistung auch schon zu Verkehrstoten. Und das nur, weil weggesehen wurde. Nicht so schön, oder?

Zivilcourage bedeutet in diesem Fall aber nicht sich direkt in die Schlägerei oder sonstige Gewalttat einzumischen. Es hilft schon andere Passanten auf den Vorfall aufmerksam zu machen und vor allem die Polizei (über die bundesweit einheitliche Notrufnummer 110) zu kontaktieren. Dabei gilt: Wer wegsieht, macht sich strafbar (§ 323c StGB). Leider wird auch immer damit argumentiert, man sei als Helfer im Fall des Falles nicht geschützt. Doch auch das ist falsch. Denn Personen welche im Interesse der Allgemeinheit sich besonders einsetzen sind gesetzlich unfallversichert. Dies gilt zum Beispiel für erste Hilfe Maßnahmen genauso wie für den Schutz einer dritten Person vor widerrechtlichen Angriffen (§ 2 SGB VII).

Es gibt also keine Ausrede nicht zu helfen – und sei es nur durch einen Anruf bei Polizei oder Feuerwehr bzw. Rettungsdienst. Wir hoffen damit das Thema wieder einmal näher in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt zu haben? Hinterlasst uns gerne ein Feedback.

Weitere Informationen:

 

Bjørn Max Wagener

Freier Journalist • BOS-Reporter • Gründer von Vogtland Blitzer

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