Leser stellen Fragen – Wir antworten #1

Ab sofort wollen wir unter dem Motto „Leser stellen Fragen – Wir antworten“ für mehr Transparenz und beim einen oder anderem Mitbürger auch für etwas Verständnis werben.

Warum veröffentlichen wir nicht direkt Details vom Unglücksort?

Dank der immer größeren Verbreitung von sozialen Netzwerken sinken natürlich auch die Reaktionszeiten bei der Verbreitung von Nachrichten. Besonders gut war dies beim Brand in der Dürerstraße oder dem Verkehrsunfall auf der B173 zu sehen. Damit diese rasche Verbreitung aber oft Fehler mit sich bringt, vergisst man dabei oft. Zudem hat es auch einen guten Grund, weshalb wir zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall nicht sofort zahlreiche Details von der Einsatzstelle veröffentlichen.

Oft genug kam es schon vor, dass Angehörige von Opfern vor der Benachrichtigung durch die Polizei von dem Unglück erfahren haben. Ein Umstand welchen es unbedingt zu verhindern gilt. Daher appellieren wir an dieser Stelle an alle Leser keine Fotos / Videos oder genauere Details von Einsätzen direkt online zustellen. Dies kann zudem auch strafrechtliche sowie zivilrechtliche Ansprüche nach sich ziehen.

Gaffer? Ihr kotzt uns an!

Damit eine Einsatzstelle kein Spielplatz ist, scheint leider immer noch nicht jedem Zeitgenossen klar zu sein. So gestern Abend beim Brand eines ehemaligen Hotels in Jößnitz wieder einmal gut zu sehen. So konnten wir bereits kurz nach unserem Eintreffen mehrere Personengruppen mit Smartphones bewaffnet feststellen, welche natürlich fleißig an der Einsatzstelle fotografierten oder sogar im Weg herumstanden. Bei extremen Gafferfällen werden wir diese zudem künftig per Foto- / Videoaufzeichnung festhalten und den Ermittlungsbehörden entsprechend zur Verfügung stellen.

So mancher wird nun einwerfen, dass wir uns doch auch an der Einsatzstelle aufhalten: Natürlich halten auch wir uns an der Einsatzstelle auf, um Foto- und Videoaufnahmen zu fertigen. Im Gegensatz zum „normalen Bürger“ sprechen wir uns aber mit den Einsatzkräften vor Ort ab und wissen aus der Erfahrung heraus auch in welchen Bereichen wir uns gefahrlos aufhalten können. Zudem stehen wir wohl eher selten im Weg herum, behindern die Arbeiten der Einsatzkräfte oder begehen durch die Aufnahme von Verletzten sogar Straftaten.

„Rote Lügenpresse!“

Eine Phrase welche uns ebenfalls immer wieder gerne nachgesagt wird, ist die der Lügenpresse. Wir distanzieren uns an dieser Stelle aufs Äußerte von dieser Behauptung. Nur weil sich unsere Berichte eben nicht immer zu einhundert Prozent mit denen anderer Medien decken, müssen diese nicht gleich falsch sein – auch wenn es so mancher Zeitgenosse gern so darstellen möchte. Klar passieren uns Fehler, aber wir recherchieren trotzdem bevor wir berichten. Zudem richten wir uns nach dem Pressekodex und veröffentlichen die Herkunft von Straftätern nur, wenn dies situationsbedingt geboten ist.

Ihr habt nun immer noch Fragen an uns? Dann stellt diese gerne per Mail oder Facebook-Nachricht, damit diese im nächsten Q&A beantwortet werden können.

Bjørn Max Wagener

Freier Journalist • BOS-Reporter • Gründer von Vogtland Blitzer

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