Plauen: Katastrophenschutzübung in der Sternquell-Brauerei

Mit einer großangelegten Übung probten heute ab 9 Uhr Feuerwehr und Rettungsdienst auf dem Gelände der Sternquell-Brauerei an der Dobenaustraße den Ernstfall. Durch die Alarmierung war klar, es handelt sich um einen ABC-Alarm. Zudem wurden mehrere Verletzte gemeldet.

Vor Ort angekommen wurde der Einsatzort in zwei Einsatzabschnitte unterteilt. Im Abschnitt 1 war es Aufgabe der Berufsfeuerwehr Plauen sowie der Freiwilligen Feuerwehr Plauen Stadt-Mitte die Ausbreitung einer unbekannten Substanz zu verhindern, sowie das Leck aus dem diese austrat, abzudichten.

Im Einsatzabschnitt zwei wurde die Kameraden des Gefahrenzuges 1 sowie des Sanitätszuges Göltzschtal zur Dekontaminierung und Behandlung der insgesamt dreizehn Verletzten eingesetzt. Hierzu war es im Vorfeld nötig eine Dekontaminationsstrecke sowie ein Sanitätszelt zu errichten.

Der ebenfalls durch die Leitstelle Zwickau alarmierte Erkundungszug Vogtland nahm während des Szenarios im Umfeld Luftmessungen vor. So sollte gewährleistet sein, dass die unbekannte Substanz die Atemluft im Umkreis der Unfallstelle nicht verseucht hatte.

Hintergrundinformationen:

Wie Kreisbrandmeister Gerd Pürzel (Sachgebiet Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst LRA Vogtlandkreis) die Pressevertreter vor Ort informierte, war dies bereits die dritte Übung in der Region. Zudem versuche man jährlich ein Szenario in dieser Größenordnung zu veranstalten um die Abläufe zwischen den verschiedenen Einheiten zu trainieren und zu optimieren. Organisiert wurde die diesjährige Übung dabei durch das Sachgebiet Katastrophenschutz des Landratsamtes Vogtlandkreis in Zusammenarbeit mit der Sternquell-Brauerei Plauen. So war diese von Anfang an in die Planung und Umsetzung der Übung eingebunden. Es war eine perfekte Zusammenarbeit und Unterstützung von Seiten Sternquells, so Pürzel.

Eingesetzt waren bei der Übung rund 130 Einsatzkräfte, wovon bis auf die Kameraden der Berufsfeuerwehr Plauen alle freiwillig im Feuerwehr- oder Rettungsdienst tätig sind. Daher zog man die Übung auch nicht unnötig in Länge und beendete den Einsatz um 12 Uhr. Im Anschluss wurden Mittagessen und Getränke verteilt.

Abschließend teilte KBM Pürzel auf Nachfrage mit, man sei grundsätzlich mit dem Ablauf zu frieden und alle geforderten Aufgaben seien erledigt worden. Genaue Details konnte er allerdings noch nicht nennen, da eine genaue Auswertung aller Daten erst in den kommenden 14 Tagen erfolgt. Daraus ließen sich dann etwaige Verbesserungen für diverse Abläufe generieren.

Bjørn Max Wagener

Freier Journalist • BOS-Reporter • Gründer von Vogtland Blitzer

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