Polizeidirektion Zwickau: Verletzung des Dienstgeheimnisses

Nachdem Anfang der Woche in einer WhatsApp-Gruppe ehemaliger Schulkameraden ein Foto auftauchte welches aus dem Intranet der Polizei stammt, ermittelt diese nun wegen der Verletzung des Dienstgeheimnisses.

Das von einem PC-Bildschirm abfotografierte Bild trägt die Überschrift „Neuer ISIS-Proband“. ISIS steht hierbei Informationssystem zur Intensivüberwachung besonders rückfallgefährdeter verurteilter Sexualstraftäter. Zudem zeigt es drei Fotos und eine Anschrift in Zwota. Unter den Fotos erhält man noch die Information, dass der Täter wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Minderjährigen verurteilt ist.

Wie Annett Münster, Pressesprecherin der Polizeidirektion Zwickau, nun mitteilte, ermittelt man wegen der Verletzung von Dienstgeheimnissen. Dies ist nach dem Strafgesetzbuch ein Tatbestand, welcher mit Geld- oder in schweren Fällen mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Vorangegangen war eine Anfrage unsererseits an das Landeskriminalamt Sachsen, welche für das ISIS-Programm zuständig ist. Darauf hin übergab man die Ermittlungen an die Polizeidirektion Zwickau.

Gleichzeitig bittet man die Bürger das inzwischen im Internet öffentlich aufgetauchte Foto nicht weiterzuverbreiten, da man sich unter Umständen hierbei selbst schuldig machen könne.

 

Bjørn Max Wagener

Freier Journalist • BOS-Reporter • Gründer von Vogtland Blitzer

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